minjo. san

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Recap

In den vorherigen Blend-Beiträgen konntet ihr bereits unsere ersten beiden Kreationen der Premiumkaffee Kollektion von minjo näher kennenlernen. Dabei ist euch bestimmt aufgefallen, dass die einzelnen Blends wahren Sinnbildern der DNA von minjo entsprechen.

 

geheimnisvoll

So wie kyū, ist auch minjo stets einen Hauch geheimnisvoll, um immer wieder für Überraschungen zu sorgen, neue Entdeckungen für dich bereithalten zu können und sie gemeinsam zu erleben. kyū ist eine Allegorie der aufregenden Synthese aus Klassik und Moderne, gehüllt in einen mystischen Mantel der Eleganz.  

 

selbstbewusst

So wie roku, ist auch minjo experimentell, mutig und selbstbewusst. Es muss nicht alles und jeder, auch jedem gefallen. roku und minjo wollen es auch gar nicht immer jedem recht machen. Sondern für sich selbst und zu sich selbst stehen. Das selbstbewusst nach außen zu tragen, dafür steht roku, dafür steht espress yourself und dafür steht minjo.

 

Sicherlich fragt ihr euch jetzt, welche charakteristische Eigenschaft minjos durch unseren san verkörpert wird bzw. was diesen Blend überhaupt auszeichnet. Deshalb ist es nun an der Zeit endlich No.3 der übersichtlichen und abwechslungsreichen Premiumkaffee Kollektion vorzustellen und das Fragezeichen zu lüften. Neben den beiden kontrastiven Espresso Blends kyū & roku, handelt es sich bei unserem san um einen Kaffee Crema Blend.

 

Here comes the san

san ist ein Alleskönner. Ob im Vollautomat, Filter oder Siebträger, ob als Café, Capuccino oder doch Espresso. san besticht durch eleganten, unkomplizierten und simplen Genuss in den unterschiedlichsten Zubereitungsarten und Ausfertigungen.

Die Premiumbohnen stammen aus Indien, Brasilien und der Dominikanischen Republik. Sie werden minjo typisch dunkel geröstet. Somit sorgt die Mischung aus 80% Arabica und 20% Robusta für eine säurearme, haselnussig, milchschokoladige Karamell-Aromatik. In der Tasse entfalten sich die Bohnen dann zu einer außergewöhnlich geschmeidigen Performance. Denn san ist ein Blend, der mit der malerischen Feinheit seiner beispiellosen Crema zu überzeugen weiß und diese puristisch in den Vordergrund stellt. Die elegante Crema des san ist Conditio per quam.

san eignet sich hervorragend als Einsteigermodell und ist für all diejenigen, die noch nicht genau wissen, was sie geschmacklich suchen oder es einfach einfach möchten. Aber was ist schon einfach? Denn was so einfach scheint, muss nicht zwangsläufig auch einfach sein oder ist nicht gleich gewöhnlich, leicht oder gar anspruchslos. Ganz im Gegenteil.

 

„Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“

Denkt bloß an Situationen in eurem Alltag, bei denen ihr dachtet, wie einfach etwas doch aussieht, bis ihr es dann selbst versucht habt nachzumachen. Sei es das Spielen eines Instrumentes, das Malen eines Gemäldes oder das Lernen eines Standardtanzes.

In diesen Momenten wird uns erst klar wie trügerisch unser Eindruck von Einfachheit ist, wie er über Anstrengungen, Schwierigkeiten und Mühsal hinwegtäuscht oder sie gar vergessen macht.

Allerdings begreift man dadurch die wundersame Qualität eines Aktes, der so perfektioniert ist, dass er uns dennoch das Gefühl von Leichtigkeit und somit Erkenntnis und Wahrhaftigkeit vermittelt. Darin liegt unsere Faszination für das Einfache, mit dessen Illusion san bewusst spielt.

Das Zitat von Leonardo da Vinci beschreibt daher die Vision hinter unserem Kaffee Crema Blend, der sich als Minimalist präsentiert, sehr passend. Aber was zeichnet Minimalismus überhaupt aus und inwiefern trifft dies auf san zu?

 

Minimalismus. Zwischen Kunstströmung und Lebensstil

Der Ausdruck Minimalismus geht auf das lateinische minimus zurück, was so viel bedeutet wie „das Geringste“. Minimalismus entspricht also einer Beschränkung auf das Wesentliche. Als Kunstströmung in Malerei, Bildhauerei und Objektkunst, liegt der Ursprung der Minimal-Art im New York der 1960er Jahre. In die Architektur findet der Minimalismus in den 70er/80er Jahren Einzug und als Lebensform wurde er vor allem im vergangenen Jahrzehnt populär.

Hier wollen wir jeweils einen kurzen Abriss der Minimal-Art und des Simple Livings geben, ehe wir in einem gesonderten Beitrag die Thematiken ausführlicher darstellen und auch auf die Architektur des Minimalismus oder die Minimal Music eingehen können. Sofern ihr daran interessiert seid, meldet euch gerne bei uns.

 

Minimal-Art

Die Minimal-Art, ist als Gegenbewegung zum Abstrakten Expressionismus zu verstehen. Beeinflusst von Kunstbewegungen wie dem Bauhaus oder De Stijl, strebt sie nach Objektivität, Funktionalität und Klarheit. Mit der Erweckung der objektiven Natur der Kunst entspricht sie einer Revolte gegenüber dem subjektiven und metaphorischen Ausdruck der inneren Gefühlswelt des Künstlers.

Die Minimalistische Kunst zielt darauf ab, die grundlegendsten Bedeutungen von Farben und Formen vollständig zu vermitteln. Wichtige Vertreter der Minimal-Art sind beispielsweise Sol LeWitt, Dan Flavin und Frank Stella. 

 

Simple Living

Auch beim simple living steht die Einfachheit im Zentrum. Dennoch gibt es verschiedene Strömungen und Ursprünge, die von Naturschutz, über soziale Gerechtigkeit, Reduzierung von Besitz und Konsum, Selbstversorgung und Selbstbestimmung bis hin zum Ausstieg aus der Gesellschaft reichen können. So haben sich seit der Antike über die Neuzeit bis in die heutige Gegenwart verschiedene philosophische, politische, religiöse und spirituelle Auffassungen und Verbindungen zur Einfachheit und einem einfachen Leben breit gemacht.

Im religiösen Leben sind es beispielsweise Konfuzius oder Franz von Assisi, die ein einfaches Leben als einzigen Weg zur Erfüllung propagierten, was in zahlreichen Ordensgemeinschaften Praxis wurde. Mäßigung und Entsagung sind dabei grundlegende Elemente eines religiös einfachen Lebens. Im Mönchtum des Christentums und des Buddhismus entspricht dies beispielsweise dem Verzicht auf Eigentum, Geschlechtsverkehr und Ehe.

 

„Simplicity boils down to two steps: Identify the essential. Eliminate the rest. “ – Leo Babauta.

Die Reduzierung von Besitz  ist wahrscheinlich das Hauptmotiv des einfachen Lebens und findet sich auch in unterschiedlichen Kontexten immer wieder. Seien es die Plain People, der Primitivismus, Hippie-Kommunen an den Stränden la Gomeras, Denker des 18. bis 20.  Jahrhunderts ,wie Jean-Jaques Rousseau, Friedrich Nietzsche, Leo Tolstoi, Martin Heidegger, Mahatma Gandhi oder das Tiny House Movement. Sie alle haben die Ablehnung eines sinnentleerten Materialismus gemein.

Im Zuge der gegenwärtigen Überflussgesellschaft, Kapitalismuskritik und wachsender Sensibilität für unsere Umwelt, liegen Bücher,  Ratgeber und Life Coaches, wie „Simplify your life“, die „100 Things Challenge“  und Marie Kondo, voll im Trend. 

Was im Endeffekt reduziert wird, hängt davon ab, was für dich wesentlich ist und was nicht. Während es bei dem einen die Reduzierung von Konsum und Arbeitszeit sein kann, ist es bei dem anderen die Reduzierung von moderner Technik und das Überdenken der Schnelllebigkeit.

 

san der Minimalist 

Aufgrund der Klarheit des Blends und seiner Reduktion auf das Wesentliche, verkörpert er die minimalistische und zeitlose Designsprache von minjo. Zugleich bildet san damit ein Lebensgefühl und eine Lebenseinstellung ab, die wir sehr interessant finden. Sich uns den eigenen Konsum zu reflektieren halten wir für äußerst sinnvoll. Denn in der Reduzierung des Unwesentlichen, schafft man den Raum für die Freiheit des Wesentlichen.

Für san und minjo ist der Genuss, der aus der braunen Bohne hervorgeht, das Wesentliche. Daher geht es um die Vollendung und das Bewusstmachen dieses Genusses in einem Produkt. Dies verleiht dann und erst dann, dem Einsatz der Materialien Sinnhaftigkeit.

Finde nun für dich heraus, was dir wirklich wichtig ist. san hat es getan, jetzt bist du an der Reihe! 

 

2 Rezepte

minjo d’orange

Unser erstes Rezept ist Ausdruck der Vielseitigkeit des san und lässt ihn als Generalisten strahlen. Denn auch, wenn unser san die Einfachheit zelebriert, schließt dies nicht die Kompatibilität mit spezielleren Kaffeevarietäten aus. Gerade dadurch, dass er einfach ist, ist er umso aufnahmefähiger für andere Aromen.

Somit passt der minjo d’orange nicht nur visuell, sondern auch geschmacklich perfekt zu unserem san. Mit seinen sommerlich, fruchtig und orientalischen Noten lässt er im wahrsten Sinne des Wortes am Morgen die Sonne aufgehen. Inspiriert vom Cafè au lait, stellt der minjo d’orange eine fruchtige kleine Frühstücksalternative oder Begleitung dar.  

 

The Way of Orange

Für den vitalisierenden Start in den Tag braucht ihr weder viel Zubehör/ Zutaten, noch besonders großen Zeitaufwand. Die Mengenverhältnisse können selbstverständlich je nach Bedarf und Belieben angepasst und verändert werden.

 

  • minjo san
  • Kardamomkapseln
  • Orangensirup
  • Bio-Orange
  • Milch (ca. 170ml)
  • Mörser
  • Kaffeetasse (360 ml)
  • Thermometer

 

Schäle zu Beginn ein Stück der Schale einer Bio Orange ab und schneide es in zierliche Streifen, die du am Ende als Garnitur dazugibst. Zerstoße danach zwei Kardamomkapseln (empfohlene Menge für eine Portion) in deinem Mörser, um ihr Aroma vollends zu entfalten und gebe sie in deine Tasse.  

Anschließend bereitest du in der Tasse einen Kaffee san (etwa 180ml) zu und gibst einen Teelöffel Orangensirup dazu.

Erwärme nun deine bevorzugte Milch. Du kannst hier genauso gut auf pflanzliche Alternativen, wie Kokos- oder Hafermilch setzen, wie auf herkömmliche Kuhmilch. Bei letzterer, solltest du unserer Erfahrung nach aber frische Vollmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 bis 3,8 % verwenden. Dieser trägt den Geschmack am besten und kreiert ein runderes Genusserlebnis. Achte darauf, dass du die Temperatur deiner Milch mit einem Thermometer überprüfst und sie 65° Celsius nicht übersteigt.

Zu guter Letzt, gibst du nun deine erhitzte Milch in die Tasse, dekorierst sie mit den Streifen der Orangenschale und dein Tag kann beginnen.

 

Make Coffee simple

Auch unser zweites Rezept veranschaulicht die Vielseitigkeit des san, indem es ihn als Espresso performen lässt. So eignet er sich für Liebhaber des feinen und milden Espresso.

Darüber hinaus ist die folgende Kaffeevarietät wohl eine der minimalistischsten und symbolisiert demnach, diese Eigenschaft des san wie keine andere. Manchmal ist weniger eben mehr, oder in Dieter Rams‘ Worten: „Less but better“. Somit kann san durch seine minimalistische Charakteristik gleichzeitig als Generalist auftrumpfen.

 

Caffè corretto

  • minjo san
  • Grappa 

 

Für den italienischen Klassiker braucht ihr nichts weiter zu tun, als einen Espresso pro Person zuzubereiten und ihm 4cl Grappa hinzu- oder beizufügen. So einfach der Caffè Corretto scheint, so vielschichtig ist auch er auf den zweiten Blick und somit ein Sinnbild unseres minjo san. Denn auch wenn die Zubereitung und die Zutaten mehr als überschaubar sind, so gibt es verschiedene Art und Weisen den Caffè Corretto zu genießen.

 

Find your Style!

Während so mancher beide Komponenten separat und nacheinander (Espresso, dann Grappa) zu sich nimmt, gibt ein anderer den Alkohol von Beginn an mit dem Espresso gemeinsam in die Tasse. Sowohl die Menge an Grappa als auch das Hinzufügen von Zucker kann nach persönlichem Belieben variieren.

So trinken wir unseren Caffè Corretto: Nach einem leckeren Essen folgt der Genuss eines Espresso minjo san, um dann zu dem am Tassenboden befindlichen Espressorest einen Shot Grappa zu ergänzen. Diese Verbindung aus Tresterbrand und Kaffeebohne ist einfach genial.

 

Und du?

Berichte uns und der Community davon, wie bei dir der Caffè Corretto getrunken wird. Gerne kannst du mit uns auch deine Erfahrungen und Anregungen zum minjo d’orange, san und Minimalismus teilen. Falls ihr Interesse daran habt, dass wir euch italienische Kaffee oder Espressoklassiker (Bsp: Ursprung, Geschichte, Zubereitung, etc.) näher vorstellen, dann lasst es uns gerne wissen und schreibt uns eure Vorschläge.

 

cheers

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