minjo. kyū

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the classy one

minjo. kyū ist ein ausgefeilter Blend, der sich in der Tasse als eleganter süditalienischer Espresso präsentiert. Schaut man die traditionsreichen Röstereien  in Italien ihr Produkt respektiv an, lässt sich folgendes behaupten: Je südlicher die Lage, desto dunkler die Röstung und umso höher der Robustananteil des sog. „Caffè espresso“.  Seine Besonderheiten liegen im kräftigen, herben & schokoladigen Geschmack. Die Aromenwelt zeichnet sich mehr durch Tiefe, Erdigkeit und nussige Aromen aus, als durch feine florale Noten und die Säure der Arabica Bohnen. Eine feine und dichte Crema darf dabei nicht fehlen. 

Diesem traditionellen Vorbild kommen wir mit unserer Kreation nach und fügen ihm moderne Balance hinzu. Das Verhältnis aus einem geringen Arabicaanteil und einem sehr hohen Robustaanteil in dunkler Röstung, führt in der Regel zu einem schweren, stark bitteren, rauchigen, teerigen bis aschigen Geschmacksbild. Das gilt besonders bei einer Überextrahierten Zubereitung. Gehört der Zucker für einen zum Espresso, dann gehen diese Komponenten mit der externen Süße prima auf. Unser Anspruch liegt jedoch darin, dass Kaffee in seiner puristischen Form im Vordergrund steht!

Der Robustaanteil von 25% lässt kyū durch seinen vollen Körper, seine Erdigkeit und seinen schokoladigen Abgang begeistern. Aufgrund des speziellen Verhältnisses aus Temperatur und Zeit im Röstprozess erscheinen die Bohnen in leicht öligem Glanz. Die sehr dunkle Röstung macht minjo. kyū zu einem sehr säurearmen Premiumkaffee. Seine Bohnen sind die ideale Röstung für Liebhaber des kräftigen Kaffees und kernigen Espressi.

Auf dieser Reise wird man von ungeahnter Intensität ummantelt. Sie ist fesselnd in ihrer eleganten Anmutung eines klassisch starken Espresso. Kyū ist die Interpretation des klassisch italienischen Espresso im minjo. Stil. Spezialtätenkaffee so angeboten, dass es keinen Barista braucht.

 

2 Philosophien

Kyū ist damit Ausdruck einer von zwei grundsätzlich verschiedenen Kaffeephilosophien. Auf der einen Seite steht eben der klassisch italienische Espresso und auf der anderen Seite der sog. Third Wave Coffee. Letzterer zeichnet sich vor allem durch fruchtige Säure und helle Röstungen der Arabica Bohnen aus. Selbstverständlich beanspruchen beide Lager für sich den höchsten Geltungsanspruch. Davon sollte sich aber keiner beeinflussen lassen und individuell für sich den perfekten Espresso finden. Daseinsberechtigung hat nämlich jede Herangehensweise, die das Produkt gebührend wertschätzt, auch wenn sie verschieden ist. Neben den aromatischen Charakteristiken unterscheiden sich beide Philosophien maßgeblich in ihrer Entstehung. Während der Third Wave Coffee moderner und etwas technischer aus dem Gedanken heraus entstand, einen möglichst komplexen Genuss zu entwicklen, mit dem Baristi an Meisterschaften teilnehmen, war es beim italienischen Espresso der praktische Nutzen.

 

Ursprünge

Die Geburtsstunde liegt in der industriellen Revolution, bei der die Arbeiter der Fabriken einen schnellen Energieschub vor dem Mittagessen benötigten. Das koffeinhaltige und geschmackvolle Heißgetränk war bestens für eine kurze stimulierende Pause geeignet. Natürlich haben sich unter anderem durch die fortschrittlichen Entwicklungen, die Zubereitungsverfahren verändert und den Geschmack des Espresso verfeinert. Von den langen Wartezeiten in den Caffè Bars und den technischen Neuerungen der Zeit inspiriert, kam es zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den ersten druckbasierten Espressomaschinen. Um die richtige Wassermenge, Temperatur und vor allem den nötigen Druck zu erzeugen, dauerte es jedoch mehrere Jahrzehnte des Tüftelns.

Erste Prototypen kamen beispielsweise lediglich auf einen Druck von 1,5 bis 2 Bar. Achille Gaggi gelang es dann 1932 die erste Handhebelmaschine zu präsentieren, die 8-10 Bar erzeugen konnte. Knapp 30 Jahre später sorgte Ernesto Valente dann für einen wahren Durchbruch. Indem er die Hebel mit integrierten Kesseln und dem sog. Siebträger austauschte, gelang es ihm für einen konstanten Druck zu sorgen. Somit löste die erste zweikreisige Espressomaschine das Problem der Qualitätsschwankungen, die durch das unterschiedliche Betätigen des Handhebels zuvor ausgelöst wurden.

 

Italienische Espresso Kultur

Was sich im Zuge der Entwicklungen glücklicherweise nicht verändert hat, ist die faszinierende Kultur des italienischen Espresso. Der kleine Shot zwischendurch, als eine kurze Auszeit wurde zu einem echten Lebensstil und verkörpert bis heute „la dolce Vita“. Kyū ist die moderne Kreation von einem traditionsreichen Produkt. Eine Energiebombe für zwischendurch, die gleichzeitig so genussvoll wie möglich sein soll. Damit man sich eine erholsame Pause gönnen kann, bei der man nichts anderes als eine gute Tasse Espresso und die Ruhe genießt. Ziel hinter unserem Produkt ist es, genau dieses Gefühl zu dir Nachhause zu transportieren. Die Bohnen des Röstkaffees ebnen dir den Weg zu einem klassisch italienischen Erlebnis im minjo style.

 

Verschiedene Zubereitungsarten von Kaffee, Geschmäcker und Meinungen

Die Art und Weise der Zubereitung spielt ebenfalls eine große Rolle. So wurde in Italien durch das INEI (Istituto Nazionale Espresso Italiano) beschlossen, wie ein typisch italienischer Espresso zubereitet wird. Die Formel lautet: Aus 7g Kaffeemehl zu einer Extraktionszeit von 25 Sekunden folgen 25 ml Espresso. Du brauchst dich jedoch nicht davor zu scheuen auch andere Formen der Zubereitung auszuprobieren. Jeder Geschmackssinn ist individuell. Diesen zu treffen kann mitunter auch ganz eigene Wege erfordern.

Damit das voluminöse und differenzierte Aroma der kyū Bohne am besten zur Geltung kommt, empfehlen wir grundsätzlich die Zubereitung dieses Kaffees im Siebträger oder Vollautomaten und nicht als Filterkaffee. Nichts desto Trotz bietet unsere Kollektion noch weitere Blends an, die sich auch als klassischer Filterkaffee hervorragend eignen. Falls du daran interessiert bist, dass wir dir in einem Beitrag die einzelnen Schritte für eine (aus unserer Sicht) optimale Zubereitung der minjo Blends zeigen, dann lass uns das gerne in den Kommentaren wissen. Gerne erläutern wir auch die prinzipiellen Unterschiede, sowie vermeintliche Stärken und Schwächen des Kaffees aus dem Siebträger, Halb- & Vollautomat, aus der French Press oder als klassischer Filterkaffee. Über generelle Anregungen, Empfehlungen und einen Austausch innerhalb der Community würden wir uns ohnehin sehr freuen.

Ganz egal, ob es um persönliche Präferenzen hinsichtlich des Geschmacks, des Mahlgrades der Kaffeebohnen, der Wahl des am besten geeigneten Tamper, einer guten Feinwaage oder einem schönen Kaffeeservice geht. Nur aus neuen Anreizen und Impulsen kann man lehrreiche Dinge für sich herausziehen, eigene Gewohnheiten überdenken und gegebenenfalls optimieren. Zudem trinkt sich die Tasse Kaffee doch gern in Gesellschaft oder?

 

Flucht aus dem Alltag

Um dem gewöhnlichen Kaffee Alltag entfliehen zu können, empfehlen wir dir zwei hinreißende Rezepte. Sie halten für dich alternative Möglichkeiten der Zubereitung, unter Verwendung unserer exklusiven Bohne,  bereit. Damit du deinen Alltag bestens meisterst, haben wir ein Rezept, das dir am Morgen und Mittag eine genussvolle Auszeit garantiert. Mit unserer zweiten Kaffee Varietät lässt sich dein Tag am Abend stilvoll abklingen. Wir haben uns an dieser Stelle für ein alkoholisches Rezept und eins ohne Alkohol entschieden. Beide schmeicheln dabei jedoch gleichermaßen dem Charakter und den Besonderheiten des kyū.

Sie sind einfach in der Zubereitung, ohne besonderes Zubehör und mit geringem Zeitaufwand perfekt zum Nachmachen geeignet. Extravagante Kaffeespezialitäten & Premiumkaffee mit minjo coffee für jeden Zuhause. Ohne die Notwendigkeit das ganze Handwerk des Barista perfekt beherrschen zu müssen. Doch genug Gerede, kommen wir zu unserem ersten Rezept: dem Marocchino.

 

minjo veredelt original italienische Kaffevariationen

Der Marocchino ist eine verfeinerte Form des Cappuccino bei der sich minjo kyū als schokoladiger Traum entpuppt. Das Rezept unterstreicht die schokoladige Note des Blends und harmoniert hervorragend mit der Crema des premium Espresso. Gleichzeitig präsentiert sich der kräftigste Blend unserer Kollektion als starker Gegenspieler zur süßen Schokolade. Somit führt die Variation zu einem Geschmackserlebnis der Ausgewogenheit aus leichter Süße, der bitteren schokoladigen Note der Bohne und verführerischer Cremigkeit. Als Geburtsort des schokoladigen Kaffeegetränks gilt die norditalienische Stadt Alessandria. Nach diesem klassischem Vorbild zeigen wir dir, wie du den Marocchino ganz einfach selbst zubereitest. Im minjo style versteht sich.

 

Die Quintessenz

Die Zubereitung des Marocchino ist simpel und dauert nicht lange. Darüber hinaus lässt das Rezept Spielraum, um es auf seinen individuellen Geschmack anzupassen. 

Zutaten:

  • minjo. kyū
  • Schokolade (1-2 Stücke einer Tafel)
  • Kakaopulver (ein halber – ein Teelöffel)
  • Milch
  • schönes Glas (80 – 100 ml)
  • Siebträger oder Halb- & Vollautomat

Bei der Zusammenstellung der Zutaten, empfehlen wir dir ebenfalls auf eine hohe Produktqualität zu achten. Welche Schokolade du letztendlich präferierst bleibt dir überlassen. Du kannst also zum Beispiel aus Vollmilchschokolade, Zartbitterschokolade oder auch einer Kombination beider wählen.

 

minjo. marocchino

Zubereitung:

Unserem Rezeptvorschlag nach raten wir dir eine Mischung aus, Vollmilchschokolade und einer Schokolade mit einem Kakaoanteil von ca. 70%, zu verwenden. Diese schokoladige Mischung kannst du dann im schonenden Wasserbad schmelzen. Sobald die Schokolade flüssig geworden ist und eine glatte cremige Konsistenz aufweist, kannst du sie vorsichtig in dein Glas gießen. Drehe dabei das Glas in deiner Hand, um die ganze Schokolade bestmöglich dünn und gleichmäßig an Boden und Rand des Glases zu verteilen.

Streue danach ein wenig Kakaopulver über die angeschmolzene Schokolade und warte einen Moment bis sie etwas aushärtet. Eingehüllt in eine Wiege aus knackfrischer Schokolade gibst du einen double Shot minjo kyū hinzu. Darüber kommt die aufgeschäumte Milch und erneut eine Priese Kakaopulver. Fertig ist der Marocchino. Ein Getränk, welches die Geschmackssensoren in schokoladiger Eleganz auskleidet. Mit diesem Rezept stellt sich dein Premiumkaffee auch ohne Barista Erfahrung  in wunderschönem mehrschichtigen Farbverlauf dar. Der Marocchino wird durch minjo kyū zu einer Ode an das schokoladige Aroma und die Mischung aus bitter-süßer Cremigkeit am Gaumen.

 

 

Baileys on kyū rocks

Bevor du den Marocchino selbst ausprobierst, haben wir noch ein weiteres Rezept für dich. Ebenfalls simpel in der Zubereitung aber aufregend im Geschmack. Gerade für entspannte Abende in Zweisamkeit oder für deine Gäste, ist das Rezept ein visueller und geschmacklicher Hingucker. Die Rede ist von Espresso und Baileys on the rocks. Besser gesagt Baileys on Espressorocks

Zutaten:

  • minjo. kyū
  • Baileys the original irish cream
  • Eiswürfel(-form)

 

Irisch-italienische coffee Fusion

Zubereitung:

Im Optimalfall oder je nach Belieben, beginnt die Vorbereitung schon am Vorbend. Bereite einen oder je nach Bedarf auch mehrere Espressi vor und lass sie abkühlen. Anschließend füllst du sie in eine Eiswürfelform und lässt diese über die ganze Nacht im Gefrierfach. Ein shot Espresso kommt dabei in etwa auf zwei Eiswürfel. Somit verhinderst du eine zu starke Verwässerung des Getränks, im Gegensatz zur Verwendung handelsüblicher Eiswürfel. Du wahrst dadurch das volle Aroma der Kaffeebohnen und sorgst zugleich für ein visuelles Highlight. Zu den fertigen Espressorocks gibst du dann pro Portion 50 ml Baileys. Das Ergebnis ist eine perfekte Symbiose aus Sahnelikör und Espresso. Die kräftigen Geschmacksnoten des Whiskeys und der kyū Bohne werden in eine feine und elegante Cremigkeit eingebettet. Sie sorgt für die Leichtigkeit des kalten Kaffee Drinks. Eine harmonische Geschmackskomposition die zu einem sensuell intensiven Genusserlebnis führt.

 

Finde deinen style

Wir wünschen dir viel Spaß beim Nachmachen und Erleben der Rezepte. Darüber hinaus sind die Grenzen für weitere Experimente offen. Worauf du bei Kaffee Variationen mit minjo kyū  lediglich achten solltest haben wir dir nun gezeigt. Jetzt gilt es, dass du deinen Style findest. Ob minjo kyū als klassischen premium Espresso, Marocchino, on the rocks mit baileys oder auf deine ganz eigenen Art & Weise. espress yourself.

 

More to come

Wir lesen uns zur Vorstellung der beiden weiteren Specialty Coffee Blendkreationen der Kollektion wieder. Natürlich haben wir auch zu diesen beiden Premiumkaffees jeweils zwei aufregende Rezepte für dich. Du kannst also gespannt sein und dich auf weitere Neuheiten, Entdeckungen und Überraschungen freuen. roku & san. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere warten nur darauf, dass du auch ihre Besonderheiten endlich kennenlernst.

Falls du premium Kaffeebohnen kaufen möchtest, kannst du unsere kraftvolle und geheimnisvolle Blend Kreation in unserer Boutique entdecken. Dort kannst du neben kyū selbstverständlich auch aus roku & san wählen. Zusätzlich bieten wir ein Probierbundle, bestehend aus allen drei premium Produkten an. Informationen zur Menge und den jeweiligen Preisen der exklusiven Kaffeebohnen findest du im Shop der minjo Online Boutique. Per Versand kannst du dir dann die Produkte deiner Wahl unverzüglich und unkompliziert Nachhause liefern lassen. Produkte, meint in diesem Fall Blend Kreationen, denen minjo Leben einhaucht. Raffinierte Bohnen, die sich in deinem Kaffee Alltag als wahre Besonderheiten erweisen. Sie machen deine Tasse Kaffee zu einem lebhaften Genusserlebnis.

cheers

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